Kalim in Hamburg verurteilt

Kalim in Hamburg verurteilt

18 Jahre ist die Ermordung von RUN DMCs DJ Jam Master Jay in einem Studio in Jamaica,Queens/New York nun schon her – und nach mehr als zwei Jahrzehnten müssen sich nun endlich Menschen für die Tat verantworten. Die überraschende Entwicklung in dem Fall verkündete der Staatsanwalt des Eastern District of New York am vergangenen Montag in einer spontan anberaumten Pressekonferenz. Zwei Personen sind nunmehr wegen dringenden Tatverdachts verhaftet worden, wobei eine der beiden Personen bereits in Haft war. Laut der New York Times sei Jay in einen größeren, aber schief gegangenen Drogendeal im Wert von 1,7 Millionen Dollar verstrickt gewesen. Er habe, so die Zeitung, 10 Kilo Kokain bei einem Großdealer eingekauft, um diese dann durch zahlreiche Kleindealer weiterverkaufen zu lassen. In letzter Minute habe er sich aber entschieden, einen der Kleindealer doch nicht zu beliefern, woraufhin dieser dann aus Rache Jam Master Jay mit einem gezielten Kopfschuss ermordete.

★ Nachdem die Hamburger Polizei Kalim im April diesen Jahres aus dem Verkehr zog und dabei feststellte, dass er zwar keinen Führerschein hatte in seinem Mercedes SUV, dafür aber eine geladene Waffe, ist nun das Urteil in der Sache gefällt worden. So verurteilte das Hamburger Amtgericht in St. Georg den Rapper aus Billstedt zu einem Jahr auf Bewährung plus einer Geldstrafe von fast 29.000€. Ebenfalls in die Geldstrafe inkludiert sind zwei Anzeigen wegen Beleidigung, einmal durch einen Sportartikelverkäufer und zweitens durch einen Wächter im Hamburger Knast Santa Fu, den Kalim bei einem Besuch als “Piss-Staatsdiener” bezeichnet hatte. Doch der Stress mit der Justiz hat für den Rapper aus dem 187Strassenband-Umfeld noch lange kein Ende: weil Kalim bei einer erneuten Bullenkontrolle im letzten Monat erneut mit einer durchgeladenen Waffe und ohne Führerschein am Steuer erwischt wurde, ordnete die Hamburger Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der Wohnungen des Rappers im Hamburger Stadtteil Lohbrügge sowie in Reinbek, Schleswig-Holstein, an. In Reinbek entdeckten die Polizisten tatsächlich Waffen und Munition – wie lange Kalim jetzt also noch auf freiem Fuß bleiben kann, ist fraglich.

★ R Kelly sitzt nachwievor wegen der Vorwürfe der Verbreitung von Kinderpornographie und der Verführung Minderjähriger in Untersuchungshaft. Weil das seinen noch verbliebenen Fans garnicht gefällt, demonstrieren diese seit Tagen vor dem Metropolitan Correctional Center in Chicago, in dem Kels einsitzt. Als Konsequenz hat die Gefängnisleitung das Gefängnis unter einen kompletten Lockdown gesetzt, was unter anderem bedeutet, dass die Häftlinge keinen Besuch mehr empfangen können und nicht duschen dürfen. Aus Wut darüber verprügelte am vergangenen Donnerstag ein Zellengenosse den R´n´B-Sänger, der dabei aber unverletzt blieb. Um R Kelly vor weiteren Übergriffen zu schützen, befindet sich dieser nunmehr in Einzelhaft.

★ Die HipHop-Welt ist begeistert von dem neuen Nas-Album, und das nicht ohne Grund: auf “Kings Disease” zeigt sich der Illmatic-Rapper in der Form seines Lebens und beweist, wie man nach mehr als 20 Jahren noch immer absolut zeitgemäßen Sound an Start bringen kann. Auf “Kings Disease” befindet sich im Übrigen auch die Pro Black-Hymne “Ultra Back”, die wegen eines Disses gegen Doja Cat ohnehin schon für Wirbel gesorgt hat, jetzt aber auch noch auf ganz andere Weise verewigt wird. So hat Nas gemeinsam mit dem Farbentwickler Pantone eine eigene Farbe mit dem Namen des Songs entwickelt. Aus der Pressemeldung heisst es von Seiten des Farbherstellers: “Ultra Black ist konsequent Pro-Black und Pro-Menschheit, wobei Nas auch die traurigen Töne der Farbe Schwarz berücksichtigte, um ihre Komplexität, ihren Reichtum und profunde Schönheit zu repräsentieren. Die Farbe ehrt nicht nur die schwarze Community als Lebenskraft der Kultur, sondern ist auch ein Symbol der Stärke, der Macht, des Erbe und der Verbundenheit mit jedem Menschen auf der Welt. Wenn die Farbe Schwarz alles Licht aufsaugt, dann ist ULTRA BLACK eine Repräsentation des Zusammenschlusses der Menschen und betont Schwarze Freude und eine großartige Zukunft für alle.” Sind das nicht wunderschöne Worte?

★ Schon seit 1985 beschenkt uns Michael Jordan und sein Team jedes Jahr mit einem neuen Modell des Jordan Sneaker – entsprechend erwartet uns in diesem Jahr der Air Jordan 35, von dem Nike jetzt erste Bilder veröffentlicht hat. Der 35er wird von einem Schwarz-Weißen Colourway dominiert, während die Form des Sneaker stark an das Vorgängermodell erinnert. Vom Vorgänger hat der Jordan 35 auch die Eclipse Plate geerbt – ein tropfenartiges Element am Außenbereich des Mittelfußes, welches dem Schuh gleichzeitig mehr Stabilität und Flexibilität geben soll und außerdem für eine optimale Kraftübertragung vom Mittelfuß auf den Vorderfuß, etwa beim Springen, sorgen soll. Wer genau hinsieht, entdeckt sogar eine Referenz: und zwar an den Jordan 12, dessen strahlenartige Auskerbungen hier in Form von weißen Nähten imitiert wurden. Vorraussichtlich wird der Air Jordan 35 zum Ende des Herbst für rund 180 Euro zu haben sein… dann kommt aber auch die nie GoPro mit Backdisplay… hach, Kapitalismus .

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Foto: Von Kalim – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60984545

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