Hilft Travis Scott, Rassismus zu vertuschen?

Hilft Travis Scott, Rassismus zu vertuschen?

Die Travis Scott X McDonalds – Kollabo war besonders für den Fastfood-Riesen ein gelungener Promomove, der kurzzeitig sogar zu einer Erhöhung des Aktienkurs führte. Dass hinter der völlig überraschend gelaunchten Kollabo aber noch eine ganz andere Motivation stehen könnte, vermutet das Magazin VICE in einem aktuellen Artikel. So sei die Zahl der afroamerikanischen Angestellten in höheren Positionen bei McDonals USA von 42 im Jahr 2014 auf nur noch 7 im Jahr 2020 gefallen. Laut einer in diesem Zusammenhang eingereichten Klage, habe man bei Mickey Ds systematisch eine feindliche Umgebung für Afroamerikaner geschaffen und sich diesen dann zum großen Teil entledigt. In einer zweiten Klage behaupten 52 afroamerikanische Restaurantbesitzer der Kette, dass man sie gezwungen habe, ihre Restaurants in sozialen Brennpunkten und Kriminalitätsschwerpunkten zu eröffnen. Auch interne Überprüfungen wären für afroamerikanische Franchisenehmer deutlich härter gewesen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Kollaboration von McD mit Travis Scott in einem anderen Licht: so könnte die eigentliche Motivation dahinter sein, einerseits afroamerikanische Kunden wieder mehr an sich zu binden, negative Berichterstattung wegen der Klagen zu überblenden und noch mehr Kunden of Colour an sich zu binden. McDonalds äußerte sich jedenfalls in der Vergangenheit bereits mehrfach über seine Kanäle gegen Rassismus und widersprach entsprechend auch den Inhalten der beiden Klagen deutlich.

★ Nachdem er im July Megan Thee Stallion in den Fuß geschossen hatte, drohen dem nachwievor inhaftierten Tory Lanez jetzt bis zu 20 Jahre Haft wegen Körperverletzung und Führens einer geladenen Waffe in einem Auto. Der Angriff ereignete sich in einem SUV, der in den Hollywood Hills geparkt war, und in dem Megan und Lanez offenbar wild diskutierten. Aktuell stehen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft des Los Angeles County noch am Anfang. In der Zwischenzeit wurde die Kaution für Tory Lanez auf 190.000 Dollar durch den LA County Superior Court festgesetzt. Dies übrigens am selben vergangenen Dienstag, an dem eine Kolumne von Megan Thee Stallion in der New York Times erschien. In dieser erklärte sie, warum sie Tory Lanez nicht schon viel früher als Täter benannt hatte- nämlich aus Angst vor Vorverurteilung, die sie tatsächlich erfahren habe. Tory Lanez wies indes per Twitter daraufhin, dass eine Anzeige keine Verurteilung und er sicher sei, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommen werde.Die aktuelle Corona-Pandemie scheint besonders Ice Cube nicht gut zu tun: erst feuerte im Juni eine Batterie antisemitischer Tweets ab, jetzt scheint der NWA-Rapper mit der Republikanischen Partei Donald Trumps zusammenzuarbeiten. Laut Katrina Pierson, der Wahlkampf-Sprecherin Donald Trumps, habe der Rapper gemeinsam mit Wirtschaftsexperten der Partei den sogenannten “Platinum Plan” entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Entwicklungshilfeprogramm für die afroamerikanische Community, in dessen Rahmen 500 Milliarden Dollar in die Community fließen, drei Millionen neue Jobs geschaffen und 500.000 neue Businesses mit afroamerikanischen Inhabern gegründet werden sollen. Ob dieses Angebot der Trump-Kampagne nun gereicht hat, um Ice Cube zum Trump-Wähler zu machen, ist derzeit unklar, da es noch keine konkreten Wahlempfehlungen des Rappers gibt. Fakt ist aber, dass er sich in der Vergangenheit offensiv gegen Donald Trump aussprach.

★ Ach, wo wir gerade bei Trump sind: dessen Wahlkampf-Tournee stoppte am vergangenen Mittwoch in Des Moines, der Hauptstadt des Bundesstaat Iowa. Obwohl der als Kornkammer der USA bekannte Staat auf Platz 4 der Staaten mit den meisten Corona-Infektionen steht, trugen die nur wenige der 5.000 Besucher Schutzmasken. Aber es kommt noch besser: zur Einstimmung auf die Trump-Rede spielte die Regie den Phil Collins Smash-Hit “In the Air tonight”.

★ 32 Jahre ist es mittlerweile her, als Eddy Murphy als Prinz Akeem in New York in dem legendären Film “Der Prinz von Zamunda” nach einer amerikanischen Frau suchte, die ihn nicht einfach nur wegen seines unendlichen Reichtums begehrte. Neben Murphy, der in dem von John Landis inszenierten Film gleich drei Rollen spielte, hatten auch Samuel L Jackson und Cuba Gooding Junior einen der ersten großen Auftritte ihrer Karriere in dem Film. Warum ich all das erzähle? Weil im Dezember diesen Jahres endlich Teil 2 des Films erscheinen wird, was sich Amazon ganze 125 Millionen Dollar hat kosten lassen. In diesem zweiten Teil wird Prinz Akeem auf die Suche nach seinem in den USA verlorenen Sohn gehen. Neben Murphy werden außerdem Wesley Snipes, Tracy Morgan, Arsenio Hall und sogar Rick Ross spielen, in dessen Haus, Verzeihung, Palast, einige Szenen gedreht wurden. Wann der Film in Deutschland released werden wird, ist derzeit offen.


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Foto: Von Frank Schwichtenberg – Eigenes Werk  Diese Datei wurde mit Commonist hochgeladen., CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80621912

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