Sollte Eminem sterben?

Sollte Eminem sterben?

Nachdem ein 27jähriger im April versucht hatte, Eminem in seinem Haus auszurauben, hat jetzt vor dem Macomb County Circuit im Großraum Detroit der Prozess gegen den Einbrecher begonnen. Im Rahmen einer ersten Anhörung wurden jetzt auch erste Details des Tatnacht bekannt: so sei der Täter, Matthew Hughes, gegen 3 Uhr morgens zunächst auf der Suche nach einem Eingangspunkt um das Anwesen Eminems im Clinton Township geschlichen und habe dann ein Fenster entdeckt, dass er mit einem Pflasterstein einwarf. Durch den Krach erwachte der zur Tatzeit im Haus befindliche Eminem in seinem Bett – und sah dem Täter direkt in die Augen, der plötzlich vor ihm stand. Der Rapper habe diesen irrtümlich zunächst für seinen Neffen gehalten, dann aber gefragt was er wolle, nachdem er realisiert hatte, dass es sich um eine fremde Person handelte, so Eminem in seiner Aussage gegenüber der Polizei. Der Einbrecher soll daraufhin geantwortet haben, dass er gekommen sei, um Eminem zu ermorden, erklärte einer der Detectives weiterhin. Das Leben des Rappers rettete offenbar ein letzter Sekunde ein Sicherheitsmann, der durch das eingeworfene Fenster alamiert worden war und Matthew Hughes überwältigte. Diesem drohen nunmehr 25 Jahre Haft.

★ Völlig überraschend haben DJ Paul und Juicy J von Three Six Mafia die Suicideboys verklagt – und zwar auf 6 Millionen Dollar Entschädigung. Aus ganzen 35 Songs hätten die Deprirapper gesamplet, oder, in den Worten der klagenden Partei, “ihre Karriere auf den Arbeiten der Three 6 Mafia aufgebaut”. Was die Klageschrift nicht erwähnt, ist, dass die 35 Songs der Südstaaten-Rapper ebenfalls voller nicht geklärter Samples sind, also Fragmente von Musikstücken beinhalten, bei denen die Rapper vorher auch nicht um Erlaubnis gefragt hatten. Laut Suicideboys habe Juicy J indes persönlich das Samplen von Three Six Mafia Material erlaubt. Laut Gerüchten soll der Feldzug von Juicy und Paul tatsächlich eine Racheaktion für die Abmahnung von DJ Pauls Neffen gewesen sein, der mit seiner Crew Seed Of Six Material von den Suicideboys gesamplet haben soll.

★ Nicht alles ist schlecht in 2020, denn zum ersten Mal seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat die Schallplatte im ersten Halbjahr 2020 die CD an verkauften Einheiten übertroffen. So wurden 232 Millionen Dollar von 376 Millionen Dollar verkauften physischen Einheiten mit Vinyl umgesetzt. Von der Beliebtheit des Vinyl profitiert auch der Zweitmarkt – so stellte das Ebay für Schallplatten, Discogs, eine Steigerung von Bestellungen von 30% fest. Zum ersten Mal in der Geschichte der digitalen Tonträger verdienten Künstler außerdem mehr Geld mit durch Werbung verkaufte Tonträger bei Services wie YouTube als über klassische digitale Verkäufe, beispielsweise über Apple Music.


Werbung

TEKASHIZEIT 

★ Entgegen erster Projektionen hat sich das neue Tekashi Album “Tattle Tales” in der ersten Releasewoche statt 150.000 Mal nur 35.000 Mal verkauft – ist das der Anfang vom Ende? Laut Tekashi liege das auch daran, dass kein Streamingservice weltweit sein Album in der Rubrik “neue Alben” listen würde, während sein Kumpel DJ Akademiks darauf hinwies, dass in der Berechnung der Verkaufszahlen schlicht eine ganze Menge von Streams nicht mehr als gültig bewertet werden würden. In der Tat zählt Billboard keine Streams mehr, die durch sogenannte Bundle Deals, also wenn der Artist zu jedem Stream noch eine Konzertkarte oder Merchandise dazulegt, entstehen. Außerdem zähle Billboard physische Verkäufe nur noch, wenn der Tonträger verschickt worden wäre – offenbar in Reaktion darauf, dass der Regenbogenrapper mit Fake-Bestellungen in der Vergangenheit erfolgreich seine Verkaufszahlen frisiert hatte. Die ganze Geschichte ist natürlich Wasser auf die Mühlen all der Rapper, die von Tekashi 6ix9ine wegen niedriger Verkaufszahlen gedisst wurden, wie etwa Blueface oder Lil Durk. Trippie Red kommentierte das Ganze folgendermaßen: https://www.instagram.com/p/CE2fpjAhr70/

Foto: Von Mika-photography – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38408860

Teile diesen Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.