Abou Chaker Prozess DROHT ZU PLATZEN!

Abou Chaker Prozess DROHT ZU PLATZEN!

Erneut hat das Berliner Landeskriminalamt ein Razzia bei Bushidos ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou Chakr durchführen lassen – durchsucht wurden am Dienstag letzter Woche 18 Objekte in Berlin und der Schweiz, eingesetzt dabei waren rund 300 Beamte des LKA, der Steuerfahndung und der Bereitschaftspolizei. Zeitgleich durchsuchten weitere 40 Beamte in Neukölln die Wohnung von Bushidos Ex-Homie Ali Bumaye.  Laut der Generalstaatsanwaltschaft Berlin wird den Beschuldigten Steuerhinterziehung in erheblichem Umfang für sogenannte Managementtätigkeiten, sowie Betrug vorgeworfen. Geschäftsunterlagen, Vermögen in Höhe von mehreren Millionen Euro, sowie Datenträger seien im Rahmen der Razzia sichergestellt worden. Die Ermittlungen stehen laut Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Zusammenhang mit einem bei Abou Chaker sichergestellten Handy, auf dem Sprachaufnahmen gespeichert waren, in denen er sich der Steuerhinterziehung selbst schuldig erklärt haben soll. Laut Ali Bumaye sollen Bushidos Aussagen gegenüber den Ermittlern Grund für die Razzia gewesen sein. Die Razzia droht aber nunmehr, den gesamten Prozess zu sprengen: da die Polizisten in Arafats Villa in Kleinmachnow auch Fotos von Notizen machten, in denen es um die Verteidigungsstrategie Abou Chakers ging, habe die Polizei der Staatsanwaltschaft einen unfairen Vorteil vor Gericht verschafft, beklagten die Anwälte der Verteidigung bei der Fortsetzung des Bushido/Arafat-Prozess am vergangenen Mittwoch. Da zudem auch noch Verteidigungsunterlagen in Aktenordnern mitgenommen wurden, erschwert diesen Vorwurf noch. Damit sei das Recht auf eine sogenannte “wirksame Verteidigung” ausgesetzt, argumentieren die Anwälte. Brisanterweise hatte Arafat die Polizisten während der Razzia darauf hingewiesen, dass es sich um Verteidigungsunterlagen handele, die diesen Hinweis aber ignorierten.

★ Auch an der Notwendigkeit der Razzia gibt es aktuell Zweifel – immerhin wäre es nicht das erste Mal, dass derartige Polizeiaktionen gegen GeschäftsinhaberInnen mit Migrationshintergrund, bei denen die Presse stets überraschend früh informiert ist, ohne Fahndungserfolge enden. Im Falle der Abou Chaker-Razzia standen Kamerateams schon bei dem Anrücken der Polizei bereit, was sehr stark darauf hindeutet, dass diese bereits im Vorfeld informiert wurden. In diesem Zusammenhang hat die zuständige Vertreterin der Staatsanwaltschaft mittlerweile erklärt, Ermittlungen wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen einzuleiten. Ob diese interne Polizeiermittlung zu einem Ergebnis führen wird, ist fraglich. Zudem fand die Razzia während eines laufenden Verfahrens statt, was selbst die zuständige Oberstaatsanwältin als “unglücklich” bezeichnete. Denn eines ist klar: wenn 300 Polizisten bei einem Beschuldigten eines Verfahrens anrücken, kann dies den Eindruck eines Richters von diesem durchaus beeinflussen.

★ Auch Bushido hatte im Rahmen des Prozesstages am vergangenen Mittwoch einen kleinen Auftritt. Dieser wurde zunächst von der Verteidigung damit konfrontiert, dass sich sein Anwalt zufällig am Tag der Razzia auf dem gemeinsamen Villengrundstück von Arafat und Bushido in Kleinmachnow befand. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass die Steuerfahndung aktuell auch gegen Bushido ermittelt. Dieser sagte aus, am 10. September eine Mail von einem Steuerfahnder erhalten zu haben, welcher ihn um die Herausgabe seines Haustürschlüssels gebeten habe, damit sich die Fahnder in seinem Haus umsehen könnten. Dem sei er vier Tage später nachgekommen – obwohl er im Vorfeld darauf hingewiesen hatte, nicht mehr in der Villa zu wohnen. Aber warum war denn nun Bushidos Anwalt während der Razzia gegen Arafat vor Ort? Weil, so der Rapper, er ihn dorthin geschickt habe, nachdem er aus der Presse von der Razzia erfahren haben will und vermutete, dass die Ermittler bei dieser Gelegenheit auch seine Villa durchsuchen würden. Warum er einfach so der Steuerfahndung seinen Haustürschlüssel überlässt? Weil er nicht zu verbergen habe, so Bushido gegenüber der befragenden Richterin. Der Steuerfahndung warf die Verteidigung in diesem Zusammenhang vor, Bushido über die anstehende Durchsuchung informiert zu haben.

Ob das Verfahren noch weitergeführt werden kann, ist derzeit ungewiss – bevor die strittigen Fragen rund um die Razzia nicht geklärt sind, wird dieser jedenfalls nicht weitergehen. Der nächste Prozesstag ist für den 5ten Oktober angesetzt.

★ Nachdem er im Dezember letzten Jahres einen Hotelangestellten in Beverly Hills angegriffen hatte, ist DaBaby von diesem nun verklagt worden. Das Opfer namens Cristopher Pocasangre hatte im Vorfeld versucht, mit dem Rapper ein Selfie zu machen, als dieser aber verweigerte, stellte sich der Koch des Marriot Hotel, in dem sich der Vorfall ereignete, einfach vor den Rapper und drückte ab. Daraufhin schubst DaBaby den Mann in einen Stuhl und drohte ihm wüst, worauf er aber mit seiner Entourage wieder das Hotel verließ. Laut dem Rapper habe er zu diesem Zeitpunkt seine Tochter auf dem Arm getragen und mehrfach um Abstand gebeten – doch der Koch habe sogar damit begonnen, gegen seinen Willen zu filmen. Damit habe er die Sicherheit seiner Tochter aufs Spiel gesetzt, denn hätte Social Media erfahren, wo der Rapper abgestiegen sei, hätte dies ein potentielles Sicherheitsrisiko dargestellt, so Da Baby in einem Statement. Ein nicht unberechtigtes Argument, wenn man die jüngsten Raub- und Rachemorde an Rappern wie Nipsey Hussle oder XXXTentacion denkt. Da aber Da Baby leider auch eine lange Historie von gewaltsamen Übergriffen vorzuweisen hat, befindet sich im Bezug auf einen potentiellen Prozess in einer denkbar schlechten Ausgangssituation. Christopher Pocansangre, das Opfer scheint es jedenfalls in erste Linie auf eine finanzielle Entschädigung abgesehen zu haben.

★ Dass Kanye West eine enorme Summe aufwendet, um U.S. Präsident zu werden, war ja bereits bekannt – aber offenbar scheinen die bisher diskutierten eine Millionen Dollar, die Ye in seinen Wahlkampf gesteckt haben soll, vollkommen untertrieben zu sein. Laut “Let The Voters Decide”, einer amerikanischen Firma, die Parteien bei der Durchführung von Wahlkämpfen unterstützt, habe Kanye knapp 5 Millionen Dollar gezahlt, um Angestellte der Firma in 15 Bundesstaaten auf Unterschriftenjagd gehen zu lassen. Die Unterschriften benötigen Kandidaten in den USA, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. Alleine für die Unterschriftensammlung in Arizona gab Kanye ganze eine Millionen Dollar aus, wurde aber trotzdem in dem Bundesstaat nicht zur Wahl zugelassen. Das ist er wiederrum in Oklahoma, Arkansas, Vermont, West Virginia, Colorado, Iowa, Utah, Minnesota, Tennessee und Virginia.  Dass Kanye unter Aufwendung hoher Kosten einen Wahlkampf führt, den er nicht gewinnen kann, ist in den USA Anlass zu zahlreichen Spekulationen. Hartnäckig hält sich beispielsweise die Behauptung, dass das Ziel der Kampagne in erster Linie sei, die afroamerikanische Wählerschaft für jeden anderen außer für Trumps Gegenkandidaten Joe Biden zu gewinnen. Unterdessen hat Kanyes Ehefrau Kim Kardashian offenbar konkrete Scheidungspläne und warte nur auf das Ende der aktuellen bipolaren Episode ihres Mannes. Angeblich, so The Source, wolle sie sich wegen den radikalen Ansichten des Rappers im Bezug auf das Thema Abtreibung trennen. Dass die 2014 mit West verheiratete Kardashian aber vermutlich noch eine Menge anderer Probleme mit dem Rapper hat, ist wohl ziemlich naheliegend. Nachrichten gibt es auch von der Kanye gegen die Musikindustrie-Front: so hat der Rapper einen Chat mit Elon Musk veröffentlicht, der ihn daran erinnerte, dass er in seinem Plattenlabel Musiker mit den selben Knebelverträgen an sich gebunden hat, wie denjenigen, der er gerade kritisiert. In einem weiteren Tweet kündigte er an, all seinen Künstlern die vollen Rechte an deren Masterbändern, und damit die vollen Rechte über deren Musik zurückzugeben.


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Foto: Von Ansgar Koreng / CC BY-SA 3.0 (DE), CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51213981

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