WP – Login nicht mehr erreichbar, Fehler 500 ?

WP – Login nicht mehr erreichbar, Fehler 500 ?

Es ist ein absoluter Alptraum: tagelang hast du mit Freude an dem Design deines WordPress – Blog gebaut , schaust dich dann um was man noch so machen kann und plötzlich kannst du dich nicht mehr einloggen. Die gute Nachricht ist: das Problem lässt sich unter Umständen schon mit leichten Mitteln in den Griff bekommen.

Phase 1: Zugang zu deinen WordPress – Dateien bekommen.

Was wir versuchen werden, ist eine Art Ausschlussmethode, um zu überprüfen ob es bestimmte Funktionen deiner WordPress – Installation sind, die deinen Blog lahmlegen. Um dies zu überprüfen, musst du aber erstmal Zugriff auf deine Dateien bekommen. Dies geht am besten mit dem FileZilla von Tim Kosse, den du hier downloaden kannst. Denke daran, den File Zilla Client für All platforms zu downloaden.

Die WordPress – Dateien deines Blogs liegen auf dem Server deines Hoster, weshalb wir im nächsten Schritt erstmal die Zugangsdaten rausbekommen müssen. In der Regel ist dies nicht schwer wenn man einfach „FTP Zugangsdaten + Name deines Hoster“ googled. Der Bequemlichkeit halber habe ich die Tutorials der größten Anbieter für dich rausgesucht: hier clicken Strato – Kunden , hier Kunden von 1&1 , da die von United Domains und hier die Kunden von Checkdomain .

Phase 2: Deaktivierung vorbereiten.

Bitte rufe in einem Browser – Tab die Login – Maske deines Blogs auf. Achte darauf, dass die Adresse https://deinedomain.de/wp-login.php und nicht https://www.meineurl.abc/wp-admin lautet. Falls du deinen Blog in der Vergangenheit noch nicht mit SSL verschlüsselt hast (whaaat?), ändere das Protokoll ganz einfach auf die http://deinedomain.de/wp-login.php .

Jetzt kommt FileZilla zum Einsatz: suche in deinem WordPress – Verzeichnis den Ordner wp-content und öffne ihn. Jetzt haben wir Zugriff auf die Plugins und die Themes.

Phase 3: Plugins deaktivieren.

Als erstes nehmen wir uns den Ordner plugins vor, den du jetzt einfach mit einem Rechtsclick umbenennst und damit faktisch deaktivierst, weil WordPress nicht mehr auf diesen zugreifen kann. Wie gesagt: bitte nicht löschen, einfach nur anders nennen. Hänge an den Namen des Ordner beispielsweise einfach noch zwei Zahlen dran (z. B. plugins22 ), fertig ist der Lack. Versuche jetzt, ob du dich mit Hilfe deines Logins unter https://deinedomain.de/wp-login.php wieder einloggen kannst.

Hat es geklappt? Dann herzlichen Glückwunsch, du hast den Fehler gefunden, niemand wird sterben :). Von hier aus ist die Behebung des Fehlers leicht, denn wir müssen jetzt nur noch das verursachende Plugin identifizieren.

Falls dies nicht geklappt hat, springe direkt weiter zu Phase 5.

Phase 4: Plugin identifizieren.

Nachdem wir soeben den Ort unseres Problemes lokalisiert haben, müssen wir jetzt das böse Plugin finden, das dir aus purer Gemeinheit den Zugang zu deinem Blog verweigert. Dazu müssen wir den Ordner plugins22 wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzen, also einfach wieder in plugins umbenennen.

Als nächstes clickst du einfach doppelt auf den Ordner plugins , in dem wir jetzt die einzelnen Plugins sehen können. Du gehst jetzt genauso wie in Phase 3 vor: benenne das erste Plugin um und versuche über https://deinedomain.de/wp-login.php in deinen Blog reinzukommen. Sollte das klappen, hast du direkt beim ersten Versuch einen Treffer gelandet. Lösche in diesem Fall mit einem Rechtsclick einfach den betreffenden Ordner und du bist komplett fertig.

Solltest du nicht direkt beim ersten Anlauf erfolgreich sein, benenne das erste Plugin einfach wieder in seinen ursprünglichen Namen um und versuche es mit dem nächsten. Mach dir auch bewusst, dass es manchmal sogar mehr als ein Plugin sein kann, dass dir den Zugang zu deinem Blog zerschießt.

Phase 5: Theme deaktivieren.

Deine nächste Chance ist, dass dir entweder beim Rumspielen mit dem Code deines Theme ein Fehler unterlaufen ist oder dieses aus einem anderen Grund plötzlich nicht mehr funktioniert.

Entsprechend nehmen wir uns nun den Ordner themes vor, den du jetzt einfach mit einem Rechtsclick umbenennst und damit faktisch deaktivierst, weil WordPress nicht mehr auf diesen zugreifen kann. Wie gesagt: bitte nicht löschen, einfach nur anders nennen. Hänge an den Namen des Ordner beispielsweise einfach noch zwei Zahlen dran (z. B. themes22 ), fertig ist der Lack. Versuche jetzt, ob du dich wieder mit Hilfe deines Logins unter https://deinedomain.de/wp-login.php wieder einloggen kannst.

Klappt der Login wieder ? Wooooohoooo, granatenmäßig geil! Jetzt hast du drei Optionen:

Option 1: Du möchtest ein komplett neues Theme aufsetzen.
Okay, also: clicke dazu einfach doppelt auf den Ordner themes22 und lösche alle darin befindlichen Ordner, aber nicht die index.php – Datei. Als letztes müssen wir den Ordner in seinen ursprünglichen Zustand versetzen, also einfach wieder in themes umbenennen. Jetzt können wir uns wieder ganz normal in unseren Blog einloggen und ein neues Theme installieren.

Option 2: Du möchtest das Theme, welches das Problem verursacht löschen, aber ein anderes aus der Vergangenheit, in das du auch schon Arbeit gesteckt hast, verwenden.
Entsprechend müssen wir erstmal das böse Theme identifizieren. Dafür müssen wir den Ordner themes22 in seinen ursprünglichen Zustand versetzen, also einfach wieder in themes umbenennen. Clicke jetzt doppelt auf den Ordner themes , benenne den ersten Theme – Ordner um und versuche über https://deinedomain.de/wp-login.php in deinen Blog reinzukommen. Sollte das klappen, hast du direkt beim ersten Versuch einen Treffer gelandet. Lösche in diesem Fall mit einem Rechtsclick einfach den betreffenden Theme – Ordner und du bist komplett fertig. Solltest du nicht direkt beim ersten Anlauf erfolgreich sein, benenne den ersten Ordner mit dem Theme einfach wieder in seinen ursprünglichen Namen um und versuche es mit dem nächsten.

Option 3: Du möchtest dein Theme unbedingt retten.
Kann man verstehen, bei der ganzen Arbeit. Clicke also doppelt auf den Ordner themes22 und such das Theme, das du zuletzt installiert hattest. Mit einem weiteren Doppelclick auf den entsprechend benannten Ordner findest du alle Dateien, auf denen dein Theme basiert. Leider bleibt dir jetzt nichts anderes übrig als dir Datei für Datei auf den Desktop zu laden und jeweils mit Hilfe des Windows Editor zu schauen, ob du im Code eine Zeile findest, die du versehentlich hinterlassen hast. Achte besonders auf Brüche mit der sonstigen Anordnung des Codes. Vielleicht hilft es dir auch nochmal darüber nachzudenken, an was du zuletzt rumgespielt, Verzeihung, gearbeitet hast. Wenn du die von dir hinterlassene Codezeile findest, lösche sie und speichere die Datei ab. Lade diese nun neu auf deinen Webspace, in dem du sie einfach vom Desktop in dein Filezilla (rechte Seite) ziehst. Denke daran, die Datei wieder in .php umzubennen, wenn du sie als eine .txt auf deinen Webspace hochgeladen hast. Als letztes müssen wir den Themes – Ordner wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzen, also einfach wieder in themes umbenennen. Atme durch, du hast es geschafft, Yay!

Abschließend bleibt festzuhalten, dass dieser mittelschwere Störfall nochmal ganz klar vor Augen führt, wie dringend es notwendig ist, sich mit dem Thema Backups zu beschäftigen. Sollte nämlich einmal der Fall eintreten, dass du deinen Login nicht wieder reparieren kannst oder du sogar gehacked wurdest, stehst du schlicht vor dem Nichts. Aber ey, keine Sorge, I got you: damit du dir jetzt nicht die Finger nach guten Anleitungen wund suchen musst, schau doch mal bei den WP Ninjas , dem Elbnetz oder dem CCDM nach.

 


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